Ethik ist vor allem bei der Bilderzeugung ein kritisches Thema. Bilder zu erstellen, ist eine wesentliche Nutzungsvariante von Künstlicher Intelligenz. Die Vorteile sind klar: alles, was man sich vorstellen kann, lässt sich recht einfach mit einem KI-Bildmodell erzeugen. Das liegt daran, dass KI-Bildmodelle mit Unmengen von Bildern trainiert werden. Auf Basis dieser Trainingsdaten können sie neue Bilder erstellen. Aber die Trainingsdaten wurden leider nie vergütet – und es ist leider auch nicht zu erwarten, dass sich das ändert. Auf einer eigenen Seite vergleiche ich die großen KI-Bildmodelle.

Das Ethik-Problem bei Bilderzeugung
KI-Bildmodelle können Bilder nur erstellen, weil sie mit anderen Bildern trainiert wurden. Leider ist das bei Bildern ähnlich unschön abgelaufen wie bei Sprache. Die großen Anbieter haben alle Inhalte in ihre Modelle gekippt, die sie finden konnten. Auch wenn es selten klar nachweisbar ist, muss man davon ausgehen, dass auch viele Bilder zum Training verwendet wurden, die nie dafür freigegeben waren. Ein Beispiel für eine entsprechende Klage ist im Fall von Bildern eine Comic-Zeichnerin. Bei Text klagt z.B. die New York Times gegen OpenAI und Microsoft.
Richtig wäre es meiner Meinung nach, wenn alle KI-Anbieter pauschal oder für jedes erzeugte Bild etwas an die Künstler zurückgeben würden. Leider ist das bisher nicht der Fall. Ich wäre auch bereit, separat für Bilder zu bezahlen, wie ich das früher bei Stock Photos gemacht habe. Am fairsten wäre es natürlich, wenn ich Designer direkt für die Erstellung von Bildern bezahlen würde. Aber dann hätte ich keine oder schlechte selbst gemalte Bilder auf meinen Webseiten, weil mir die Erstellung von Bildern schlicht zu teuer wäre. Dann wären wir wieder bei Stock Photos, an denen Künster zwar etwas, aber nicht viel verdienen.
KI statt Stock Photos
Früher habe ich für Vorträge und Artikel meistens Bilder auf sogenannten Stock Photo-Seiten gekauft. Meistens war das bei depositphotos in Kombination mit appsumo-Deals. Stock Photos sind Bilder, die Fotografen erstellen, um anderen Menschen zu ermöglichen, ihre Inhalte zu illustrieren. Über diese Portale haben mich Bilder immer ungefähr einen Euro pro Bild gekostet. Angefangen habe ich damit, als ich mich mehr mit Präsentationstechnik auseinandergesetzt habe. Dabei habe ich gelernt habe, dass man Vorträge besser mit Bildern als mit Text unterstützt. Mein Lieblingsformat für gute Vorträge ist das PechaKucha Format (20 Bilder x 20 Sekunden).
KI-Bilder haben aber einen entscheidenden Vorteil gegenüber Stock Photos. Man kann genau das Bild erstellen, das man selbst malen würde, wenn man es könnte. Manchmal braucht es ein paar Prompts, aber ich habe noch fast immer das Bild erzeugt bekommen, das ich wollte. Und hier kommt auch der große Vorteil gegenüber Stock Photo Plattformen: inzwischen erreiche mit KI-Bildern deutlich schneller deutlich bessere Ergebnisse. Weil ich nicht lange nach einem Bild suchen muss, das mir für den jeweiligen Zweck passend erscheint. Da gewinnt leider die Effizienz bei mir gegen die Ethik.
